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01.04.2015
Kategorie: Energie Marburg-Biedenkopf, Kommunen

Energie Marburg-Biedenkopf und EnergieNetz Mitte kooperieren bei der Stromversorgung in der Region Marburg

MARBURG: Nach der erfolgreichen Rekommunalisierung der EAM haben die Energie Marburg-Biedenkopf GmbH & Co. KG und die EnergieNetz Mitte GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der EAM, nun eine partnerschaftliche Lösung zur gemeinsamen Neuausrichtung der Energieversorgung in der Region Marburg gefunden. Im Zuge des Wettbewerbs um Konzessionen hatten zehn Kommunen im Umfeld der Stadt Marburg ihre Stromkonzession an die von ihnen eigens gegründete Energie Marburg-Biedenkopf GmbH vergeben. Bezüglich der Übernahme der Stromnetze konnte jedoch bisher keine Einigung erzielt werden. Die Eckpunkte der nun erzielten und zeitnah umsetzbaren Kooperationslösung wurden den Vertretern der an der Energie Marburg-Biedenkopf beteiligten Kommunen am Montag in Marburg vorgestellt. Diese Lösung soll nun in den nächsten Monaten in den kommunalen Gremien beraten und entschieden sowie anschließend in vertragliche Vereinbarungen überführt werden.


Sie sitzen alle gemeinsam an einem Tisch: v.l. EMB-Geschäftsführer Rainer Kühne, EAM-Geschäftsführer Thomas Weber, ENM-Geschäftsführer Jörg Hartmann, Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren, Bürgermeister Manfred Apell, Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, Bürgermeister Michael Emmerich und EMB-Geschäftsführer Wolfgang Buder.

Danach wird die EnergieNetz Mitte ihre Stromnetze im räumlichen Gebiet der Energie Marburg Biedenkopf in diese Gesellschaft einbringen. Die Energie Marburg-Biedenkopf wird damit Eigentümerin der Netze. Im Gegenzug dazu erhält die EnergieNetz Mitte eine 39-prozentige Beteiligung an der Energie Marburg-Biedenkopf. Die Kommunen Amöneburg, Cölbe, Fronhausen, Lahntal, Lohra, Münchhausen, Rauschenberg, Weimar (Lahn), Wetter und Wohratal beteiligen sich mit 51 Prozent  an der Energie Marburg Biedenkopf und erreichen damit ihr angestrebtes Ziel, mit der Konzessionsvergabe Netzeigentum und Einfluss auf die Gestaltung der Netzinfrastruktur zu erhalten. Neben diesen zehn Kommunen und der EnergieNetz Mitte werden auch die Stadtwerke Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit zusammen zehn Prozent zu den Eigentümern der Energie Marburg-Biedenkopf gehören. Die Energie Marburg-Biedenkopf verpachtet die Netze im Anschluss daran an die Energienetz Mitte zurück, womit EnergieNetz Mitte weiterhin der operativ verantwortliche Netzbetreiber bleibt und alle marktüblichen Aufgaben, die mit den Stromnetzen verbunden sind, erfüllt. Damit bleiben Kontinuität und eindeutige Zuständigkeiten beim Betrieb der örtlichen und insbesondere auch bei den überörtlichen Stromnetzen im Landkreis gewährleistet und aufwändige Netzentflechtungsmaßnahmen sowie die damit verbundenen Investitionen, werden vermieden.

 

 

Energie Marburg-Biedenkopf – GF Buder:

„Die an der Energie Marburg-Biedenkopf beteiligten Kommunen begrüßen die nun erzielte Kooperationslösung im Bereich der Stromnetze ausdrücklich. Denn damit kann eine langwierige Diskussion um Strukturen und Zuständigkeiten mit einem für alle Beteiligten sehr zufriedenstellenden Ergebnis abgeschlossen werden“, betonte Wolfgang Buder. „Jeder der beteiligten Versorger bringt zukünftig seine Erfahrung und Stärken in die Region ein. Davon profitieren insbesondere die Bürgerinnen und Bürger. Bei den vorangegangen Konzessionsvergaben konnte sich die EMB gegenüber der damaligen E.ON Mitte AG mit besseren Konditionen durchsetzen. Die EnergieNetz Mitte wird den Netzbetrieb nun allerdings zu diesen Konditionen gewährleisten“, so Buder. Für das Gelingen der Energiewende und das Erreichen der Klimaschutzziele der Städte und Gemeinden im Bereich der Energie Marburg Biedenkopf seien dies beste Voraussetzungen.

 

EAM/EnergieNetz Mitte – GF Weber/GF Hartmann:

„Wir sind sehr froh, dass wir heute eine ausgewogene und vor allem sehr schnell umsetzbare Lösung in der Konzessionsproblematik präsentieren können“, betonte EAM-Geschäftsführer Thomas Weber. „Wichtig dabei ist, dass wir als inzwischen rein kommunales Unternehmen hier eine Vereinbarung auf Augenhöhe mit den Kommunen und den Stadtwerken Marburg getroffen haben“, sagte Weber. Diese erfülle auch die ursprünglichen Wünsche der Städte und Gemeinden bei der Konzessionsvergabe hinsichtlich Netzeigentum und Einfluss auf die Versorgungsinfrastruktur.  Die Umsetzung der Kooperation sei für Ende 2015 geplant.

Jörg Hartmann, Geschäftsführer der EnergieNetz Mitte, verwies auf die netztechnischen Vorteile: „Mit unserer Beteiligung an der Energie Marburg-Biedenkopf und der vorgesehenen Rückverpachtung der Netze an die EnergieNetz Mitte wird die Kontinuität im Netzbetrieb gewahrt. Zudem entsteht kein Aufwand für die andernfalls sehr aufwändige Entflechtung der Stromnetze. Das vermeidet unnötige Kosten“, hob Hartmann hervor. Wichtig sei für alle Netzkunden aus Industrie, Gewerbe, Handel und Haushalten, dass die Zuständigkeiten im überregionalen Netzbetrieb auch zukünftig in einer Hand bei der EnergieNetz Mitte liegen. Das sei vorteilhaft für die langfristigen Planungen zum Ausbau der überregionalen Mittelspannungsnetze, insbesondere im Hinblick auf netztechnischen Anforderungen durch die Energiewende.

EnergieNetz Mitte GmbH

Energie Marburg Biedenkopf GmbH& Co. KG